Abbrüche von Gründerzeithäusern: Vienna Demolition Man

  • Mariahilfer Straße 166–168: Die Fenster im zweiten Stock wurden rausgerissen. An einigen Fensterachsen haben die Bauarbeiter im noch vermieteten Haus händisch den gründerzeitlichen Stuck abgeschlagen.
  • Rückertgasse 29: An einer Stelle wurde der Stuck entfernt, um Platz zu machen für Balkonanbauten aus Trapezblech und verzinktem Stahl, die ausschauen wie eine Billigsdorferlösung aus dem Baumarkt.
  • Unter-Meidlinger Straße 103: In den kommenden Monaten soll das ockerfarbene Eckhaus aufgestockt werden. Auf der vom Makler angeschlagenen Bautafel sieht man, wie der Fassadenschmuck in großen Teilen abgeschlagen werden soll.
  • Heigerleingasse 20–22: Im Juni wurde innerhalb einer Woche ein ganzes Jugendstilhaus von Architekt Wenzel König abgerissen. Bis zuletzt war das 1906 errichtete Wohnhaus intakt und im Originalzustand erhalten.
  • Radetzkystraße 24–26: Während noch acht unbefristete Hauptmieter im 170 Jahre alten neugotischen Haus an der Ecke zum Donaukanal wohnen, lässt der Eigentümer das Dach abtragen, die Fenster rausreißen und Teile der Fassade in sich einstürzen. Ein Teil des Hauses steht unter Wasser, die noch verbleibenden Bewohnerinnen haben ihren Möbeln bereits Regenjacken angezogen.

Quelle / ganzer Bericht: derStandard.at vom 08. September 2018, Wojciech Czaja