Frauenquote: Aufsichtsräte brauchen keine Goldröcke

Seit Jahresanfang gilt auch in Österreich eine verpflichtende Frauenquote von 30 Prozent für den Aufsichtsrat von Unternehmen mit mehr als tausend Beschäftigten sowie börsennotierten Gesellschaften. Schon davor gab es heftige Diskussionen, ob eine Quotenregelung ein vernünftiger Schritt ist, um die geringe Präsenz von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen. Manche Kritiker sehen darin eine "Diskriminierung von börsennotierten Firmen", manche halten das Gesetz hingegen für zahnlos, weil es zu viele Schlupflöcher bietet und die Sanktionen nicht ausreichen. Tatsächlich sind zur Durchsetzung der Frauenquote, die in Österreich auch als Männerquote ausgestaltet ist, keine Verwaltungsstrafen oder ähnliche Zwangsmittel vorgesehen. Auch wurde das deutsche Model nur eingeschränkt kopiert. So wurde das "Naming and Shaming" nicht übernommen.

Quelle / ganzer Bericht: derStandard.at vom 18. Februar 2018, Bettina Knötzl

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