Zinshausmarkt in Österreich: Volumen stabil, Transaktionsanzahl steigend

Wien, 1. März 2018; Laut einer heute von Hudej Zinshäuser in Wien
veröffentlichten Marktanalyse hat der österreichische Zinshausmarkt 2017 das
hohe Niveau von 2016 sowohl übertroffen als auch unterschritten: Es wurden
insgesamt 863 Transaktionen im Wert von rund € 1,75 Mrd. registriert. Das
bedeutet gegenüber 2016 eine Steigerung der Transaktionsanzahl um 17,6 %, aber
einen leichten Rückgang von ca. 2 % beim Volumen.

Normale Marktentwicklung

„Nach Jahren starker Steigerungen des Marktvolumens
und folglich auch der Preise überrascht uns diese Entwicklung nicht,“
konstatiert Geschäftsführer Gerhard Hudej. „Die Zahlen bestätigen ein
Ergebnis unserer letztjährigen Marktstudie, nämlich die Tendenz zu kleineren
Objekten. Wie schon 2016 ist auch 2017 die Transaktionsanzahl gestiegen, aber
das Volumen mehr oder weniger gleich geblieben. Das bedeutet, dass mehr
Objekte gehandelt wurden, aber die durchschnittliche Größe pro Objekt
abgenommen hat. Die Stabilisierung des Marktvolumens auf hohem Niveau zeigt
aber auch, dass die Preise für österreichische Zinshäuser in aller Regel
wirtschaftlich gerechtfertigt sind.“

Private und Gewerbe dominieren den Markt

Sowohl bei den Käufern als auch bei den Verkäufern sind die privaten
und die gewerblichen Marktteilnehmer am wichtigsten. Stiftungen und
institutionelle machen einen deutlich kleineren Teil des Marktes aus. Die
meisten Objekte wurden von Privateigentümern verkauft (517). Die größten
Umsätze im Verkauf haben aber die gewerblichen Marktteilnehmer generiert (€
790,2 Mio.). Bei den Investitionen führt das Immobiliengewerbe den Markt
deutlich an, sowohl nach Anzahl als auch nach Volumen (472 Transaktionen, €
957,2 Mio.). Die institutionellen Marktteilnehmer spielen sowohl bei den
Investitionen als auch beim Verkauf die geringste Rolle.

Alle Bundesländer mit mehr Transaktionen

Die Anzahl der Transaktionen ist in allen
Bundesländern inkl. Wien gestiegen. Allerdings hat das Marktvolumen in
manchen Ländern abgenommen, nämlich in Wien, Niederösterreich, Salzburg und
Tirol. In diesen vier Ländern wurden also mehr, aber im Durchschnitt kleinere
Objekte verkauft als 2016. Die stärkste Steigerung bei der Transaktionsanzahl
(absolut) war in Wien zu verzeichnen (41). Der größte Rückgang beim
Marktvolumen hat in Salzburg stattgefunden (-46,7 %). Dies ist allerdings
nicht verwunderlich, da hier im Jahr 2016 einige wenige besonders große
Transaktionen zu verzeichnen gewesen waren.

Wien Die Bundeshauptstadt dominiert naturgemäß den Markt mit einem Volumen
von rund € 1,32 Mrd. und 432 Transaktionen. Fast die Hälfte aller verkauften
Objekte stammten von privaten Abgebern, wobei diese aber nur rund ein Drittel
des gesamten Verkaufsvolumens lukrierten (214 Objekte / € 447 Mio.). Das
Immobiliengewerbe machte mit weniger Verkäufen deutlich mehr Umsatz (117
Objekte / € 636 Mio.). Hinsichtlich der Investitionen liegen die gewerblichen
Marktteilnehmer sowohl bei der Anzahl als auch beim Volumen deutlich an der
Spitze (274 / € 723 Mio.). Innerhalb Wiens dominieren die Bezirke außerhalb
des Gürtels, aber nicht nur die preisgünstigen: So liegen bei der
Transaktionsanzahl Fünfhaus (15. Bezirk) mit 41 Transaktionen, Favoriten (10.
Bezirk) und Ottakring (16. Bezirk) mit je 37 an der Spitze, danach folgt aber
schon Döbling mit 34. Hinsichtlich des Volumens dominieren Landstraße (3.
Bezirk) und Innere Stadt (1. Bezirk) das Marktgeschehen: Mit € 143 Mio. bzw.
€ 134 Mio. führen sie das Feld vor Wieden (4. Bezirk) an, wo rund € 115 Mio.
umgesetzt wurden.

Niederösterreich Das Land unter der Enns ist eines jener
Bundesländer, die gegenüber 2016 trotz Steigerung bei der Transaktionsanzahl
(15,9 %) einen Rückgang beim Marktvolumen (-5,7 %) verzeichneten. Bei der
Anzahl an Transaktionen haben die kleineren Städte Krems (7) und Wiener
Neustadt (8) im Jahr 2017 die Landeshauptstadt St. Pölten (5) übertroffen.
Die privaten Verkäufer sind sowohl hinsichtlich Anzahl (54) als auch beim
Volumen (€ 33,1 Mio.) dem Immobiliengewerbe voraus. Bei den Käufen nehmen die
gewerblichen Investoren sowohl hinsichtlich Anzahl (39) als auch beim Volumen
(€ 46,2 Mio.) den ersten Platz ein. Stiftungen traten vor allem als Verkäufer
in Erscheinung, institutionelle spielten 2017 in Niederösterreich eine
untergeordnete Rolle.

Steiermark Die Landeshauptstadt Graz führt mit 41
Transaktionen die Liste der steirischen Verkäufe deutlich an, danach folgt
mit Respektabstand Leoben (10). Die Steiermark verzeichnete gegenüber 2016 bei
der Transaktionsanzahl eine Steigerung um 16,5 % und beim Volumen um 20,7 %.
Bei den unterschiedlichen Marktteilnehmern zeigt sich ein ähnliches Bild wie
in ganz Österreich: Private Abgeber verkauften zahlenmäßig am meisten (67).
Das damit erzeugte Marktvolumen liegt allerdings im Verhältnis zur Anzahl
deutlich unter jenem der gewerblichen Verkäufer. Diese wiederum führen die
Rangliste bei den Käufen nach beiden Kriterien an (Anzahl und Volumen). Anders
als in den meisten anderen Regionen war das Marktvolumen der Institutionen in
der Steiermark 2017 höher als jenes der Stiftungen.

Salzburg Mit 25 von 50 Transaktionen wurden die Hälfte aller Verkäufe des Landes Salzburg in dessen Hauptstadt getätigt. Trotz einer Steigerung bei der Anzahl um 38,9 % verzeichnete Salzburg einen Rückgang im Volumen um 46,7 %. Dies ist auf ein
volumensmäßig außergewöhnlich starkes Jahr 2016 zurückzuführen. Landesweit 34
private Verkäufer lukrierten 2017 eine Gesamtsumme von € 41,1 Mio., während
14 gewerbliche Abgeber € 32,2 Mio. Umsatz machten. Bei den Investitionen
führt wie gewohnt das Immobiliengewerbe das Feld an. Nur je ein Objekt wurde
von je einer Stiftung ge- bzw. verkauft, allerdings unterscheiden sich die
Volumina deutlich (€ 2,3 Mio. / € 9,8Mio.). Ebenfalls nur je eine Liegenschaft in Kauf und Verkauf geht auf das Konto der Institutionen (€ 4,3 Mio. / € 0,9 Mio.).

Oberösterreich Das Land ob der Enns verfügt noch über großes Marktpotenzial,
was sich in der deutlichen Steigerung im Vergleich zu 2016 zeigt: Ein Plus
von 19,7 % bei der Zahl an Transaktionen führte zu einer Steigerung beim
Volumen um 57,2 %. Insgesamt wurden mit 79 Zinshausverkäufen € 83,7 Mio.
erzielt. Bei den Verkäufen stehen die privaten mit 54 Objekten und € 42,6 Mio.
im Vordergrund, bei den Käufen führen wie immer die gewerblichen
Marktteilnehmer (34 Objekte / € 40,5 Mio.). Stiftungen traten als Verkäufer
in Oberösterreich überhaupt nicht in Erscheinung, als Käufer immerhin bei
sieben Transaktionen (€ 24,8 Mio.). Die Institute trugen mit acht Verkäufen
und sieben Käufen (€ 5,7 Mio. / € 5,2 Mio.) zum Marktgeschehen bei.

Weitere Bundesländer In Kärnten, Tirol, Vorarlberg und dem Burgenland wurden
2017 mit insgesamt 123 Zinshaus- Transaktionen 103,9 Mio. bewegt. Die meisten
Objekte wechselten in Tirol und Kärnten den Besitzer (je 43), das größte
Volumen verzeichnete Tirol mit € 44,3 Mio. In Vorarlberg wechselten zwar nur
26 Objekte den Besitzer, gegenüber 2016 war dies aber sowohl bei der Anzahl
(116,7 %) als auch beim Volumen (123,9 %) eine auffallend hohe Steigerung. In
Tirol stand der Steigerung bei der Transaktionsanzahl von 22,9 % ein ähnlich
starker Rückgang beim Volumen (-24,7 %) gegenüber.

Aussichten „Wir erwarten für die nächsten Jahre leichte Steigerungen beim
Volumen am österreichischen Zinshausmarkt. Auch die Transaktionsanzahl wird
weiter wachsen, und zwar relativ stärker als das Volumen,“ prognostiziert
Gerhard Hudej. „Weitere Steigerungen beim Volumen sind vor allem dann
möglich, wenn sich die Eigentümer großer Liegenschaften zum Verkauf
entscheiden – die Nachfrage ist nach wie vor da.“ Zinshaus-Investitionen aus
dem Ausland werden bei Hudej Zinshäuser im Jahr 2018 mit geschätzten € 50
Mio. zu Buche schlagen.

Über Hudej Zinshäuser Als einziges Unternehmen konzentriert sich die Hudej
GmbH mit fünf Standorten ausschließlich auf die Vermarktung von Zinshäusern
in ganz Österreich. Die Gesellschaft wurde im Jahr 2012 von Gerhard Hudej
gegründet und begleitete im Jahr 2017 österreichweit 56 Transaktionen im
Gesamtwert von rund 200 Mio. Euro. Das Unternehmen hat Standorte in Wien,
Salzburg, Graz, Linz und Zürich.

Medienbetreuung: Hudej Zinshäuser Mag. Mathias Miller-Aichholz Mariahilfer
Straße 1b 1060 Wien +43 1 336 63 63 0 +43 676 738 08 09 mma@hudej.com

www.hudej.com

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