Studie: Managerwünsche an Aufsichtsräte

Studie: Managerwünsche an Aufsichtsräte

Last Updated on 2019-04-25

 

Österreichs Manager wünschen sich kompetentere Aufsichtsräte. Nur die wenigsten von ihnen können sich vorstellen, selbst ein Aufsichtsratsmandat anzunehmen.

Vergangene Woche präsentierte der Geschäftsführer der B & C Industrie-Holding, Felix Strohbichler, gemeinsam mit Werner Hoffmann, dem Vorstand des Instituts für Strategisches Management an der WU Wien, den Österreichischen Manager-Monitor 2016. Dafür wurden 200 Manager aus österreichischen Großunternehmen unter anderem nach ihrem Verhältnis zu Aufsichtsräten befragt. Die Ergebnisse sind aufschlussreich: Fast die Hälfte der befragten Manager (48 Prozent) wünscht sich von ihren Aufsichtsräten ein besseres Verständnis der Geschäfts- und Betriebsabläufe.

47 Prozent der Befragten sprechen sich für mehr Diversität in den Aufsichtsräten aus. Doch was heißt Diversität in diesem Zusammenhang? „Unbestritten kognitive Diversität“, sagt Hoffmann. „Menschen mit unterschiedlichen Weltsichten, Denkmustern, Haltungen sind gefragt. Wenn alle die gleiche Brille aufhaben, weil sie das gleiche Geschlecht, das gleiche Alter haben und in einem ähnlichen Umfeld sozialisiert worden sind, werden sie immer nur dasselbe sehen.“ Die betriebswirtschaftliche Entscheidungsforschung belege, dass gerade komplexe, schlecht strukturierte Problemstellungen erfolgreicher bewältigt würden, je höher die Diversität unter den Entscheidenden ist. „Das hat aber auch einen Preis“, sagt Hoffmann. „Die Entscheidungsprozesse dauern länger.“

Quelle / ganzer Bericht: diePresse.com vom 29. Juni 2016, Judith Hecht