Wienerberger treibt Stiftung voran

Wienerberger treibt Stiftung voran

Der weltgrößte Ziegelproduzent, Wienerberger, fährt einen Rekordgewinn ein und erhöht seine Bemühungen, eine Mitarbeiterstiftung nach Vorbild der Voestalpine zu schaffen.

„Da schau ich neidisch zur Voest“, sagt Heimo Scheuch am Rande der Präsentation der Halbjahresergebnisse. Damit meint der Wienerberger-Vorstandschef freilich nicht das laufende Geschäft, denn im Gegensatz zur Voestalpine läuft es beim Wiener Ziegelproduzenten prächtig: Der Umsatz stieg um acht Prozent auf 1,736 Mrd. Euro, der Nettogewinn hat sich mit 127 Mio. Euro mehr als verdoppelt.

Worum Scheuch den Linzer Stahlkonzern beneidet, ist die seit 19 Jahren bestehende Voestalpine-Mitarbeiterstiftung: Rund 25.000 aktuelle und ehemalige Voest-Mitarbeiter halten über dieses Beteiligungsvehikel knapp 15 Prozent am börsenotierten Konzern und sind damit nach der Raiffeisen Landesbank OÖ zweitgrößter Aktionär. Diese Form der Erfolgsbeteiligung ist nicht nur ein gutes Instrument, um die Identifikation und Motivation der Mitarbeiter hoch zu halten, es ist auch eine gute Absicherung, um im Fall der Fälle Produktionsstätten in Österreich zu halten oder um sich gegen ausländische Übernahmen zu stemmen.

Quelle / ganzer Bericht: diePresse.com vom 13. August 2019, Kamil Kowalcze