…. die Regeln kennen, um sie brechen zu können. Wirtschaft & Etikette

…. die Regeln kennen, um sie brechen zu können. Wirtschaft & Etikette

Fotocredit: Hubert Mican

Inge Walther

Ob ein eleganter Restaurantbesuch oder eine Einladung zum Abendessen im Privat- oder Berufsleben – das sichere und gekonnte Auftreten entscheidet über Erfolg und Sympathie. Etikette-Regeln ändern sich, gehen mit der Zeit und passen sich an, Stil bleibt! Lassen Sie keine Möglichkeit aus, ein Business-Essen zur Vertiefung von geschäftlichen Kontakten zu nutzen. Die Aussicht, Geschäftspartner außerhalb des gewohnten Umfelds zu begegnen, kann zu neuen Ideen, Kooperationen und der Entdeckung von weiteren Gemeinsamkeiten wie z.B. Hobbys führen. Bleiben Sie im Gedächtnis durch gute Umgangsformen. Es gibt keine zweite Chance für einen ersten Eindruck.

Oft meidet man den gemeinsamen Restaurantbesuch wegen Unsicherheit oder Nichtwissen: Wer begrüßt wen? Wer gibt wem die Hand? Ist Händeschütteln überhaupt noch in? Wer geht als erster ins Lokal? Besteck-Reihenfolge? Wann spricht man über das Geschäft? Small Talk? Gastgeschenke?

Im beruflichen Umfeld gilt: die Chefin/der Chef hat es in Hand, wem sie/er die Hand zur Begrüßung hinstreckt. Der Untergebene grüßt den Ranghöheren mit den Worten Guten Tag oder schönen Nachmittag. Ein schnelles Hallo ist schon sehr spezifisch und nicht immer passend. Im privaten Bereich gilt: Jung grüßt Alt, Herr grüßt Dame. Die zum Gruß ausgestreckte Hand nicht anzunehmen ist sehr unhöflich.

In unseren Breiten gilt, der Herr betritt vor der Dame das Lokal, um die Lage zu sondieren und vor Gefahren zu schützen – ein Überbleibsel aus Zeiten, als es hierzulande in den Gasthöfen mitunter noch ruppig zuging. In Italien geht die Dame vor dem Herrn ins Restaurant, weil man ihr zuerst die Aufmerksamkeit der Anwesenden zukommen lassen möchte. Seit Pretty Woman, der Liebeskomödie mit Richard Gere und Julia Roberts, ist die Besteck-Reihenfolge klar – von außen nach innen – Vorspeise – Suppe – Hauptspeise. Vom Platzteller links oben steht der Brotteller und rechts die Gläser. Im Business wünschen einander die Gäste nicht „Guten Appetit“ und man prostet einander nicht mit klirrenden Gläsern zu, das gehört in den privaten Bereich. Der Gastgeber zeigt mit einem kurzen Kopfnicken den Beginn des Essens an. Über das Geschäftliche erst nach dem Essen sprechen – mit vollem Magen ist man geduldiger. Und bitte auf manierliche Tischgespräche achten.

Ganz spontan eine kurze Rede zu halten oder nette Worte über den Gast oder Gastgeber zu sagen kann schon die Schweißperlen auf die Stirn treiben. Als gute Hilfe oder Eselsbrücke ist für mich die Formel gestern-heute-morgen sehr hilfreich. Was konnte ich mit dem Gast/Gastgeber oder Partner gestern im Sinne von Vergangenheit voranbringen, welche Projekte ins Laufen bringen, wo stehen wir heute und was wird morgen sein, was ist geplant, welche Ziele werden gemeinsam verfolgt?

Small Talk ist immer eine prima Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen. Ein guter Start ist, zu wissen worüber spreche ich. Stellen Sie sich mit Vor- und Nachname vor. Gute Themen sind Fragen zu einer gemeinsam besuchten Veranstaltung oder zu einem Vortragenden, weiters Wetter, Urlaub, Sport, Kultur. Tabu sind Krankheit & Tod, Geld, Politik, Sex, Klatsch und Tratsch. Gemeinsamkeiten suchen und finden! Schwierig gestaltet sich für viele oft der Ausstieg aus einem Gespräch. Ich halte es so, dass ich mich für das Gespräch bedanke, aber eine Bekannte entdeckt habe, mit der ich mich noch unbedingt unterhalten möchte. Das lässt offen, das Gespräch zu einem späteren Zeitpunkt fortzusetzen.

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Inge Walther ist Dipl. Farb-, Stil- und Imageberaterin und zertifiziertes Mitglied des Verbands für Imageberatung.
Ihre Mission – Wenn Chancen nicht anklopfen, dann baue eine Tür!
Kontakt: office@dieimagemacherin.at, +43 650 307 30 59, www.dieimagemacherin.at,www.xing.com/profile/Inge_Walther