Neuer Schub für Wiener Börse

Neuer Schub für Wiener Börse

 

Wien. Es handelt sich zwar um eine kleine Firma, doch der Vorgang hat Signalwirkung: Die Wiener Biotechfirma Marinomed gab am Montag bekannt, neue Finanzmittel im Rahmen eines Börsengangs aufbringen zu wollen. Seit Jahren fordern Finanz- und Wirtschaftsexperten, dass es in Österreich mehr Börsengänge geben solle. Doch wenn Firmen Geld brauchen, nehmen sie im Regelfall einen Kredit bei einer Bank auf. In den vergangenen fünf Jahren gab es nur fünf Neuzugänge an der Wiener Börse.

Zu beachten ist hier auch eine politische Komponente. Solange die SPÖ in der Regierung war, wurde der Kapitalmarkt kaum gefördert. Dies soll sich nun sukzessive ändern. Jüngst haben ÖVP und FPÖ mit den Stimmen der Neos Änderungen im Aktiengesetz beschlossen. Das neue Gesetz wird 2019 in Kraft treten. Damit wird die Kapitalbeschaffung für kleine und mittlere Unternehmen über die Börse erleichtert. „Das ist ein wichtiges Signal“, sagt Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien.

Quelle / ganzer Bericht: diePresse.com vom 05. November 2018, Christian Höller