Das sind die Steuerberater des Jahres 2020

Das sind die Steuerberater des Jahres 2020

Viele Kanzleien konnten im sechsten Jahr des Wettbewerbs ihre „Abakus“-Sammlung erweitern. Daneben gibt es auch viele neue Namen auf der Gewinnerliste.

Ein besonderer Rahmen für einen besonderen Preis: Bereits zum sechsten Mal wurden heuer die begehrten „Abakusse“ an die „Steuerberaterinnen und Steuerberater des Jahres“ überreicht. Die feierliche Überreichung der renommierten Awards fand am 4. Juni in den Wiener Sofiensälen statt, aufgrund der aktuellen Bestimmungen im exklusiven, kleinen Kreis. Ausgezeichnet wurden Fachexperten in sieben Kategorien, dazu gab es „Abakusse“ in der Kategorie „Allrounder regional“ und Lebenswerk. Der Newcomer des Jahres wurde ebenfalls geehrt: Über den Sieg in der Kategorie „Rookie of the Year“ entscheiden nicht Nominierungen oder die Jury, sondern das beste Ergebnis der Steuerberaterprüfung im Vorjahr.
Die Kategorie „Immobilien und Bauwirtschaft“ ging an TPA, an Partner Gunther Lang: Der auch als Fachbuchautor und Universitätslektor tätige Experte war zuletzt bei einigen aufsehenerregenden Immobilien-Deals beratend tätig.

Der Fachbereich „Internationales Steuerrecht“ ist jedes Jahr besonders hart umkämpft. Mit Alexandra Dolezel, Partnerin BDO, war die Entscheidung der Jury aber mehr als eindeutig: Die Expertin, die neben Fachverlagen auch bei der führenden Finanznachrichtenagentur Bloomberg publiziert, ist auch im Fachsenat für Unternehmensrecht der Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer (KSW) tätig. Mit dem zweiten Award an BDO gelangten die „Abakusse“ der Kanzlei in den Fachkategorien in Frauenhand: Michaela Christiner, Partnerin BDO Steiermark, ist im Fachsenat für Steuerrecht bei der Kammer engagiert. Der „Abakus“ in der Kategorie „Umgründungen“ ist für Christiner nicht die erste Auszeichnung. Sie erhielt 2018 für ihre Verdienste als steirische Landesstellenpräsidentin der KSW das Große Ehrenzeichen des Landes Steiermark. BDO holte zudem auch den Sieg in der Kategorie „Allrounder“ im Bundesland Wien.

Eine Kanzlei aus der Riege der „Big Four“, KPMG, wiederholte mit erneut zwei Awards eine Höchstleistung aus dem Vorjahr. Friedrich Fraberger reüssierte in der Fachkategorie „Private Clients“, Christoph Josef Plott bei „Österreichische börsennotierte Unternehmen“. Fraberger, der unter anderem die Titel Head of Estate Planning sowie Head of Fiscal Criminal Defence/Tax Litigation der KPMG Österreich Gruppe führt, ist für viele Studenten durch seine Tätigkeit als Dozent der Wirtschaftsuniversität Wien ein Begriff. Plott ist seit 20 Jahren Steuerberater und seit 16 Jahren Wirtschaftsprüfer. Sein bei LexisNexis veröffentlichtes Handbuch Konzernsteuerrecht, das er gemeinsam mit Co-Autoren wie Fraberger verfasste, gilt als Standardwerk und ist in der zweiten Auflage erhältlich.

Die meisten Nominierungen verzeichnete die Fachkategorie „Kleine und mittlere Unternehmen“. Hier geht der „Abakus“ nach Vorarlberg: Manfred Rümmele, RTG Dr. Rümmele Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung, legt sein Hauptaugenmerk auf die Bereiche Umstrukturierung und Beratung von Betriebsübernahmen bzw. Betriebsnachfolgeregelungen sowie die Weiterentwicklung von Services in Hinblick auf IT-Innovationen und Digitalisierung.

In der Kategorie „Freie Berufe“ gab es ebenfalls besonders viele Stimmen. Hier gewann Carina Hackl, Steuerberatung Hackl, und ihre Kanzlei holte – wie auch jene von Rümmele – zugleich den Sieg in der Kategorie „Allrounder“. Die Steuerberaterin studierte mit einem Stipendium der „Presse“ in Frankfurt. Hackl ist in Sachen Digitalisierung ebenfalls ganz vorn – sie hat 20.000 Follower auf Instagram und ist damit eine Influencerin in Sachen Steuern.