Zur aktuellen Feiertagsdiskussion

Zur aktuellen Feiertagsdiskussion

Last Updated on 2019-03-14

Dr. Klaus Potsch, Consultant, Artist, Autor

Karfreitag & und der Kampf um Gerechtigkeit – ein Dramolett in drei Akten

Karfreitag I (23.02.2019)

Dass mit einem Kompromiss niemand zufrieden ist, stimmt ganz und gar nicht.  Alle Moslems jubeln, weil sie einen freien Halbtag geschenkt bekommen, ohne dass sie zum Protestantismus konvertieren müssen.  Die Katholiken sind froh, im Gegenzug keinen ihrer Feiertage opfern zu müssen.  Im Gespräch war Maria Himmelfahrt.  Aber man konnte doch nicht Maria auf halbem Weg in den Himmel im Stich lassen.  Großzügig wäre es von der römisch-katholischen Kirche gewesen, den Oster- oder/und Pfingstmontag aufzugeben.  Ist an den Tagen in der Bibel etwas Wichtiges passiert? Saubermachen in den Kirchen nach den vortägigen Festgottesdiensten?

Karfreitag II (05.03.2019)

Der Karfreitag kommt früher als man denkt. Daher ist nach dem Rumoren in den protestantischen Gemeinden Speed angesagt.  Druck kommt auch von der Wirtschaftskammer, die den Freitag als Einkaufstag nicht hergeben will und auch auf den Karsamstag nicht verzichten will. K. Wastl hat schon in Rom anfragen lassen, ob man Jesus nicht am Sonntag sterben und auch auferstehen lassen könnte.  Das, so meinte er, wäre eine klassische Win-Win-Situation.  Der Handel wäre zufriedengestellt und der Höllentrip Jesu wäre dramatisch verkürzt.  Es fehlt nur noch eine Stellungnahme des Gekreuzigten.

Es wurde nur in Rom nachgefragt, weil – so BM Blümel im ZiB2-Interview – die Gleichberechtigung für die 96 Prozent der Nicht-Protestanten und Nicht-Altkatholiken hergestellt ist.  Die restlichen vier Prozent sind der Regierung offensichtlich wurscht.  Bei den Kärntner Ortstafeln hat man sich aber sehr wohl um eine Minderheit gekümmert.

Karfreitag III – (10.03.2019)

Brüssel hat uns nach einer Klage eines Österreichers gezwungen, eine Ungerechtigkeit zu korrigieren.  Das hat die Regierung auch getan, indem sie den freien Freitag für Protestanten und Altkatholiken abschaffte.  Diese 96-prozentige Gerechtigkeit wurde nun verwässert, indem zumindest ein Ministerium (das von HCS), Städte (z.B. Eisenstadt) und einzelne Gemeinden unterschiedliche Regelungen für die Gerechtigkeitsgeschädigten aussprachen. Nun ist wieder ein Ungerechtigkeitszustand hergestellt. Mal sehen, wer sich jetzt an den EuGH wenden wird.